• Diego Wyllie

Innovative Apps für die Zukunft der Arbeit

Home Office, Telearbeit, Coworking, Selbständigkeit und die sogenannte “Gig Economy”: Durch die Digitalisierung entstehen neue Arbeitsformen, die die traditionelle Arbeitswelt auf den Kopf stellen. Wir stellen innovative Business-Apps aus der Cloud vor, die für die Zukunft der Arbeit konzipiert sind.

Feste Büroarbeitsplätze, langjährige Arbeitsverhältnisse und reguläre Arbeitszeiten sind längst nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft und dem Siegeszug von Cloud, Social und Mobile Computing setzt sich etwa die Telearbeit immer weiter durch. Insbesondere die Internetbranche spielt dabei eine Vorreiterrolle. Automattic zum Beispiel, die Softwareschmiede, die hinter dem Online-Blog-System WordPress steht, ist für ihre flexible, ortsunabhängige und multikulturelle Arbeitskultur bekannt. Von den rund 250 Mitarbeitern, die der Online-Dienst für Entwickler GitHub beschäftigt, sollen 75 Prozent aus dem Home Office arbeiten. Auch der Social-Media-Marketing-Service Buffer setzt auf Remote Work. Basecamp, einer der Marktführer im Bereich Projektmanagement-Software, hat mit “Remote – Office Not Required” sogar ein ganzes Buch über die Vorteile von dieser neuen Arbeitskultur geschrieben.

Der Trend ist nicht nur in den USA zu beobachten. Sowohl in skandinavischen Ländern als auch in Holland, Frankreich, Großbritannien und in der Schweiz hat die Heimarbeit in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Niederlande haben im Juli 2015 das Recht auf Homeoffice sogar im Gesetzt verankert. In Deutschland ist diese Entwicklung zwar nicht so stark ausgeprägt. Doch inzwischen sollen bereits rund 4,7 Millionen Menschen in Deutschland überwiegend von Zuhause aus arbeiten – 2,7 Millionen sogar hauptsächlich.

Viele von den “Knowledge-Workers”, die heute bewusst auf einen festen Büroarbeitsplatz verzichten, sind nicht mal bei einem Unternehmen festangestellt. Die sogenannte “Freelance Economy” boomt. In den USA gibt es laut einer aktuellen Untersuchung der amerikanischen Freelancer’s Union bereits rund 53 Millionen Freelancer. Das entspreche etwa 34 Prozent der Erwerbstätigen in Amerika. Bis zum Jahr 2020 sollen es bereits 50 Prozent werden.

Flexibler arbeiten, produktiv bleiben

Die flexiblen Arbeitsformen, die unsere zunehmend digitalisierte Arbeitswelt drastisch verändern, setzen eine neue Unternehmenskultur und passende Managementmethoden voraus. Dabei verschwinden traditionelle Arbeitshierarchien, während Werte wie Agilität, Eigenverantwortung und Flexibilität in den Vordergrund gestellt werden. Spezielle Collaboration-Lösungen versprechen in diesem Zusammenhang eine effiziente Zusammenarbeit jenseits des klassischen Büros. Sie sorgen dafür, dass Unternehmen ihre Produktivität nicht nur beibehalten, sondern sogar verbessern können.

Remote Work kann nur dann funktionieren, wenn die Kommunikation und Kollaboration reibungslos klappen und wenn es Transparenz und Vertrauen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gibt. Hier kommen moderne SaaS-Dienste ins Spiel.

Zeiterfassung schafft gegenseitiges Vertrauen

Moderne Time-Tracking-Dienste wie TrackingTime versetzen Unternehmen, die sich für die Implementierung flexibler Arbeitsformen entscheiden, in die Lage, Vertrauen zwischen Managern und Arbeitnehmern zu schaffen. Während Angestellte ihre Leistungen und Arbeitszeiten bequem und im Detail erfassen können – egal wo sie ihre Aufgaben erledigen –, behalten Projektmanager und Vorgesetzte jederzeit den Überblick über die geleistete Arbeit des Teams.

Unsere App bringt Task-Management und Zeiterfassung auf einen gemeinsamen Nenner. Anwender können ihre Projektaufgaben professionell verwalten und gleichzeitig ihre Arbeitszeiten bequem erfassen. Mit der Stoppuhr, die in der Aufgabenliste integriert ist, erfolgt die Zeiterfassung in Echtzeit und mit nur einem Klick. Zudem können Zeiteinträge jederzeit manuell editiert werden. Wir haben unser Produkt von Anfang an speziell für verteilte Teams konzipiert und einige Nice-to-Have-Features eingebaut, die bei unseren Kunden gut ankommen. So kann man zum Beispiel auf dem Online-Dashboard jederzeit sehen, an welchen Aufgaben jedes Teammitglied gerade arbeitet. Auf dem Markt gibt es bereits unzählige Time-Tracking-Tools, mit denen wir konkurrieren. Neben den Marktführern Harvest und Toggl gibt es viele weitere interessante Alternativen wie etwa HubStaff, die speziell für Remote-Teams konzipiert sind.

Invoicing für Selbständige

Invoicing-Lösungen aus der Cloud, wie sie heute in unzähligen Varianten erhältlich sind, adressieren nicht nur Unternehmen, sondern auch Freelancer und Selbständige, die ihre Leistungen und Projekte professionell abbrechen möchten. Sie automatisieren die wichtigsten Arbeitsprozesse im Bereich Fakturierung und kümmern sich dabei um den ordnungsgemäßen Aufbau der Rechnungen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Wer auf der Suche nach einer intuitiven und funktionsreichen Rechnungsstellungssoftware ist, empfehlen wir Debitoor aus Berlin. Dabei handelt es sich um einen anspruchsvollen SaaS-Dienst, der in der deutschen Hauptstadt entwickelt wird und mit einem intuitiven UI punktet.

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Eine interessante Alternative zu Debitoor, die ebenfalls hierzulande entwickelt wird, bietet sich mit Papierkram an. Speziell auf die Bedürfnisse von Freelancern und Selbständigen ausgerichtet, hilft das Web-Tool dabei, lästige Büroaufgaben effizient zu erledigen. Zu den Hauptfunktionen zählen unter anderem Stammdatenverwaltung, Angebots- und Rechnungsstellung, Zeiterfassung, Belegmanagement und Buchhaltung.

Chat statt E-Mail

Wenn Teammitglieder nicht zusammen im Büro arbeiten, können Chat-Dienste fürs Business wie HipChat, Slack oder Grape aus Österreich wertvolle Dienste leisten. Sie versetzen verteilte Arbeitsteams in die Lage, sich mit beliebig vielen Kollegen in privaten oder öffentlichen Chaträumen auszutauschen und Dateien einfach miteinander zu teilen. Sämtliche Diskussionen werden dabei in der Cloud gespeichert, sodass man sie bei Bedarf jederzeit durchsuchen kann. Damit sorgen HipChat, Slack und Co. für mehr Transparenz und fördern den Wissensaustausch unter den Mitarbeitern, egal wo und zu welcher Zeit sie arbeiten. Ein weiterer Vorteil: Moderne Chat-Tools bieten unzählige Integrationsmöglichkeiten mit weiteren Business-Apps.

Virtuelle Arbeitsräume schaffen

Unternehmen, die sich mit dem Featureset einer leichtgewichtigen Chat-App nicht zufrieden geben und auf weiterführende Planungswerkzeuge angewiesen sind, greifen auf Projektmanagement-Tools zurück. Insbesondere Softwarehersteller, Architekturbüros, Design-, Marketing- oder Internet-Agenturen, setzen auf solche Tools, um Projektressourcen, Zeitpläne, Deadlines und Verantwortlichkeiten effizient zu verwalten. Durch die zentrale Verwaltung von Projektzielen und Aufgaben und durch die Integration von Kommunikationstools sorgen sie bei komplexen Vorhaben für eine bessere Zusammenarbeit abseits des traditionellen Büros. Das Angebot ist dabei extrem vielfältig geworden. Wir selbst nutzen seit Jahren Basecamp. Trello wird immer beliebter. Ganzheitliche PM-Lösungen wie Wrike eignen sich besonders gut für größere Teams. Diese anspruchsvolle Software aus Mountain View überzeugt durch ein umfangreiches Featureset, viele Integrationsmöglichkeiten und tolle Mobile-Apps.